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Das Biosphärenreservat

Weltweit gibt es 564 UNESCO-Biosphärenreservate in 109 Ländern – und seit Juni 2010 ist auch Äthiopien zum ersten Mal in diesem Verbund vertreten: ein bahnbrechender Erfolg für den Naturschutz in Afrika!

Neben Kaffa wurde auch die Region Yayu als Biosphärenreservat anerkannt. Beide Gebiete liegen im tropischen Hochgebirge Ostafrikas und zählen zu einem von weltweit 34 Hotspots biologischer Vielfalt. Allein in der Region Kaffa mit einer Fläche von rund 760.000 Hektar gibt es mehr als 244 Pflanzen- und 294 Tierarten. Eine besondere Bedeutung kommt dabei natürlich den weltweit einzigartigen Wildkaffeebeständen zu.

Mit der Einrichtung von Biosphärenreservaten möchte die UNESCO zeigen, dass der Schutz von Ökosystemen und biologischer Diversität Hand in Hand gehen kann mit wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Biosphärenreservate haben also Modellcharakter und sollen demonstrieren, dass und wie es möglich ist, nachhaltig und umweltgerecht zu leben und zu wirtschaften.

Im Falle Kaffas heißt das konkret: Die Bevölkerung darf und soll weiterhin vom Sammeln des Wildkaffees und anderer Waldprodukte wie Gewürzen und Honig leben; gleichzeitig hat sie sich in Waldnutzungsplänen verpflichtet, die Abholzung einzuschränken und im Wald keine neuen Ackerflächen anzulegen.

Für die Zukunft ist neben der Vermarktung des wilden Coffea Arabicas die Entwicklung weiterer Produkte wie Honig und Tee aus Kaffa geplant. Außerdem gibt es erste Konzepte, den Öko-Tourismus zu den Hotspots der Biodiversität und in die Urheimat des Kaffees zu fördern.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: www.kafa-biosphere.com