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Der Regenwald

Dank des Wildkaffee-Projekts sind mittlerweile 120 Quadratkilometer Wald unter "partizipatives Wald-Management" (PFM) gestellt. Das bedeutet, dass die Kaffeebauern weiterhin Kaffeekirschen im Wald pflücken dürfen; gleichzeitig haben sie sich zu Schutz und Bewahrung des Waldes verpflichtet. Das heißt u.a., dass die Ausdehnung von Ackerflächen verhindert wird.

Dieser Schutz bzw. die nachhaltige Nutzung liegen im ureigenen Interesse der Bauern – schließlich sind der Wald und seine Produkte ihre Haupteinkommensquelle. 

Und auch der Rest der Welt profitiert vom Schutz des äthiopischen Regenwaldes. Zum einen angesichts seines Beitrags zum globalen Klima; zum anderen, weil der nur hier wild wachsende Coffea Arabica eine genetische Ressource von unschätzbarem Wert darstellt.

Über mehrere Jahre ist die Einrichtung eines Biosphärenreservats vorbereitet worden. Der NABU hat Flora und Fauna erfasst, Karten angefertigt und in enger Abstimmung mit den Bewohnern Pläne für mögliche Kern- und Randzonen und für das Management erarbeitet. Mit der Aufnahme Kaffas in das Weltnetz der Biosphärenreservate hat die UNESCO dieses Engagement im Juni 2010 geadelt. Ein bahnbrechender Erfolg für den Naturschutz in Afrika, denn Äthiopien ist jetzt erstmals in diesem Verbund vertreten!