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Die Geschichte von Kaffa

Das ca. 1390 gegründete Königreich Kaffa lag im Südwesten des abessinischen Hochlandes und wurde zunächst von Bonga, später von Anderaccha aus regiert. Seine Haupteinnahmequellen bildeten der Export von Zibet, einem moschus-ähnlichen Sekret, und Gold sowie der Sklavenhandel. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Kaffa jährlich etwa 7.000 Sklaven verkauft.

Im 16. Jahrhundert gingen die Gebiete nördlich des Flusses Gojeb an das Volk der Oromo verloren, im Gegenzug eroberte das Königreich die benachbarten kleineren Staaten der Gimira und brachte im späten 18. Jh. das benachbarte Walamo unter seine Kontrolle.

Im September 1897 musste sich Gaki Sherocho als letzter König von Kaffa nach monatelangen Kämpfen den vereinigten Streitkräften Äthiopiens unter Kaiser Menelik II. ergeben.

1942, nach dem Ende der italienischen Besetzung Äthiopiens, wurden mehrere ehemalige Königreiche im Südwesten des Landes zu einer gemeinsamen Verwaltungseinheit zusammengefasst. Das ehemalige Königreich Kaffa war Namensgeber der neuen Provinz, während der alte Rivale Jimma die Hauptstadt beisteuerte.

Als Äthiopien 1994 eine neue Verfassung und eine föderale Struktur erhielt, ging die Provinz Kaffa in der neu geschaffenen „Southern Nations, Nationalities, and Peoples Region“ mit der Hauptstadt Awassa auf.